Indianertagebuch

Der Konvoy reist in Sprötze an. Die Kids erkunden den Spielplatz, während die Eltern schweißtreibend das Gepäck in die Zimmer tragen und die Betten beziehen. Der große Abschied ist gekommen, und wir winken den Eltern.

Jetzt heißt es drei Tage sturmfrei ohne Eltern! Die Zimmer werden in aller Aufregung erkundet und es geht auf zum Mittagessen. Hmmmmm… Frikadellen, Kartoffelmus und Gemüse.

Nach der Stärkung folgt das große Eincremen. Das Wetter meint es gut mit uns, und der Herbergsvater setzt noch einen oben drauf: Der Rasensprenger läuft den ganzen Tag, und ein Eis gibt es für uns auch noch dazu. Nicht zu vergessen, unser Geburtstagskind Mia: Fünf Jahre alt ist Mia geworden, und das muss gefeiert werden. Geburtstagskrone, Kerzen, Geschenke, Süßes, und die Schatztruhe darf dabei auch nicht fehlen.

 

Den Rest des Tages tummelten wir uns draußen unter dem Rasensprenger und auf dem Spielplatz. Wer Lust hatte, konnte sein  T-Shirt mit Indianer-Motiven bedrucken. Unsere kleinen „Nackedeis“ waren mittlerweile kleine Erdmännchen mit einer Sandpeeling-Schicht überzogen. Da half alles nichts – auf zum großen Duschen.

Hui, das tat gut – eine Abkühlung und frisch duftende Kinder. Nun knurrten die Mägen, und es wurden drei große Brote mit jeder Menge Rohkost, Wurst, Käse etc. verputzt. Jetzt noch Zähne putzen und ab in die Koje. Die Uhr zeigte schon 20.15 Uhr. Kuschel hier, Knuddel da und ein Gute-Nacht-Küsschen auf die Stirn und ab ins Schlummerland. Gegen 21.00 Uhr schliefen alle Kinder. Von dem riesen Unwetter wurden nur wenige Kinder wach, aber auch hier schliefen alle schnell wieder ein.

Donnerstag 06.30 Uhr: Die ersten Kinder wurden wach. Nachdem alle aus den Betten gehopst waren, ging es zum Frühstück. Frische Brötchen, Wurst, Käse, Marmelade, Honig, Nutella, Kakao etc. – da leuchteten die Kinderaugen. Das Wetter weiterhin ein Traum- also raus auf den Spielplatz.

Aber da war doch was – was hängt denn da? Ein Brief und weißes Flatterband…

Der Indianerjunge „kleiner Falke“ braucht Hilfe! Wir müssen seinen Schatz finden, aber vorher eine Indianerprüfung ablegen. Denn nur echte Indianer können den Schatz finden. Aufpassen müssen wir, dass uns die Schwarzfußindianer nicht folgen, denn auch die haben es auf den Schatz abgesehen. Folgt immer den weißen Flatterbändern…

1. Prüfung:

Jeder bastelt sich seinen Kopfschmuck

2. Prüfung:

Kriegsbemalung – gegenseitig bemalen sich die Kinder im Gesicht

3. Prüfung:

Indianer brauchen gute Ohren – alle Kinder setzten sich in einen Kreis und schließen die Augen. Was hören wir?

4. Prüfung:

Mit Papier und Wachsmalern über die Baumrinde malen

5. Prüfung:

Auffädeln von Holzperlen zu einer Kette

Jetzt noch den Schatz finden…

Gefunden!!!

 

Im Kreis müssen wir noch den wichtigsten Satz der Indianer lernen – und das in Zeichensprachen.

„Ich – Dein – Freund“

Nun wird der Schatz geöffnet. Jedes Kind erhält eine Urkunde mit einem echten Indianernamen und einem Medizinbeutel. Dieser enthält Bonbons, die gegen Traurigkeit und schlechte Laune helfen. Nach der ganzen Aufregung und 1,5 Stunden Fußmarsch stärken wir uns beim Mittagessen. Anschließend kuscheln sich einige in ihr Bett ein und die anderen malen Indianerbilder an, puzzeln oder hören beim Vorlesen zu.

Nachmittags ging es wieder raus auf den Spielplatz. Und was für ein Glück, der Rasensprenger lief wieder für uns. Spielen, toben, kuscheln und vieles mehr stand jetzt auf der Tagesordnung. Mias Geburtstagsverpflegung reichte auch noch für den zweiten Tag. Und so ließen wir es uns noch mal schmecken. Vom Haus gab es noch leckeren Kuchen zum Nachmittag.

Wir genossen den Tag, kletterten über die Riesenreifen, schaukelten, spielten in den Häuschen und ließen dem Rasensprenger keine Pause.

Das große Duschen stand wieder an, und anschließen ab zum Abendbrot. Die viele frische Luft machte anscheinend hungrig – die Kids verputzten Unmengen an Brot, Brötchen und Obst in allen Variationen.

Nach dem Zähneputzen versammelten wir uns alle auf dem Flur, kuschelten uns auf die Wolldecken und lauschten der Indianer -Gutenachtgeschichte. Die Nacht war ruhig, alle schliefen tief und fest.

 

Freitag 05.30 Uhr blinzelten die ersten Augen. Gegen 07.00 Uhr hieß es: Aufstehen, anziehen, Betten abziehen und Koffer packen. Der Abreisetag war schon gekommen. Viele kleine müde Augen blinzelten uns entgegen und freuten sich ganz bestimmt auf Ihre Mamis und Papis. Nach dem Frühstück noch mal raus auf den Spielplatz, und da trudelten auch schon die ersten Eltern ein.

Schnell waren die Autos beladen, und wir traten die Heimreise an. Es war eine super schöne Zeit mit Euern Kindern!

 

Und wie sagt man bei uns Indianern: Howgh!!!!

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Unser Kindergarten

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Turnen

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